
DIE FRESKOMALEREI
Die Freskomalerei ist eine Maltechnik, bei der auf den frisch (daher der Name: italienisch "fresco" = frisch) aufgetragenen Putz gemalt wird. Es wird die Eigenschaft des mit Flußsand gemischten Kalkes ausgenutzt, um durch die langsame Trocknung einen Putz zu bilden, der eine kristallartige Fläche hat. In diesem frischen Putz bleibt die Farbe fest fixiert, gewinnt unbeschränkte Dauerhaftigkeit und wird besonders wetterfest. Für die Freskomalerei benötigt man einerseits mineralhaltige Farbstoffe, anderseits muß die technische Ausfürung mit großer Schnelligkeit erfolgen und erfordert somit ein hohes Maß an malerischem Können.
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Das Wandentreissen
Das Wandentreissen besteht darin, dass man ein Fresko aus der Wand entfernt, wenn Karbonate entstanden sind. Durch den chemischen Prozeß dringt Farbe in den nassen Putz ein, und bildet mit der Mauer durch den langsamen Trocknungsprozeß eine farbige Einheit, die über Jahrtausnde echt und beständig bleibt. Das Entfernen wird durch die Überlagerung einer Leinwand auf die Wandmalerei ermöglicht, sowie die Fixierung durch eine Schicht Tierleim. Nach der Trocknung löst sich die Leinwand und bewahrt die oberflächliche Schicht des Freskos als Negativ.
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Die Übertragung
Die nicht wasserlösliche Mischung der ersten Schicht wird durch eine weitere feste Leinwand abgedeckt, die nun die endgültige Unterlage für das Bild bietet. Sie wird mit wasserlöslichem Kleber bestrichen. Ist dieser Klebstoff getrocknet, so wird mit Hilfe von warmen Wasser die Schicht gelöst und das Motiv von dem ersten Stoff "gerissen" und somit auf die zweite Leinwand fixiert. Man kann diese Übertragung anschließend auf jede Fläche, sei es ein Holzrahmen oder eine Mauer, aufbringen. Die ästhetische Wirkung des Freskos hat einen außergewöhnlich originalen Charakter, und ist zudem sehr dekorativ.
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